Ortsgemeinde Altdorf

Altbürgermeister Werner von Nida gestorben

werner_von_nidaIm Alter von 87 Jahren starb nach kurzer Krankheit Werner von Nida. Als Altbürgermeister und Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde konnte er auf ein ausgefülltes, der Familie, dem eigenen Landwirtschafts- und Winzerbetrieb, der Kommunalpolitik und zahlreichen Ehrenämtern gewidmetes Leben zurückblicken. Schon 1968 wurde er in den Gemeinderat und 1969 zum Ortsbürgermeister gewählt. 21 Jahre, bis August 1990, nutzte er dieses Amt, um in seiner Gemeinde zahlreiche bauliche Maßnahmen durchzuführen. Das Neubaugebiet „In der Gottau“, der Bau der Gäuhalle, die Aussegnungshalle und der kommunale Kindergarten, der Ausbau der Hauptstraße, der Garten-,Wiesen- und Ringstraße mit Bürgersteigen waren Veränderungen, die die Gäugemeinde vorwärts brachten und die Wohnkultur positiv beeinflussten. Werner von Nida begleitete zahlreiche Ehrenämter, da ihm die Belange seines Berufsstandes und das örtliche Vereinsleben stets am Herzen lagen. So leitete er zehn Jahre lang die örtliche Bauern- und Winzerschaft, vertrat diese Institution 15 Jahre lang im Kreisvorstand, war 20 Jahre Mitglied der Landwirtschaftskammer, ebenso lang Sachverständiger bei der Qualitätsweinprüfung und Weinprämierung. Fünf Jahre saß er im Gutachterausschuss des Katasteramtes, zehn Jahre war Werner von Nida ehrenamtlicher Richter an der Spruchstelle für Flurbereinigung in Mainz und von 1985 bis 1995 Schöffe am Landgericht Landau. 25 Jahre gehörte er der Freiwilligen Feuerwehr Altdorf an, zehn Jahre als Wehrführer. Über 60 Jahre stand Werner von Nida als Tenorsänger in den Reihen des MGV Altdorf und wurde 2009 mit der Goldenen Ehrennadel des Chorverbandes ausgezeichnet. Zudem war er Inhaber der Ehrennadel des Landkreises, der Freiherr- vom- Stein- Plakette und der Ehrennadel des Landes Rheinland- Pfalz. Im Mai 2000 wurde dem Altbürgermeister durch seinen Nachfolger Erich Litty die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatgemeinde verliehen. Bis zu seinem Tod war Werner von Nida 54 Jahre lang Jagdpächter der Altdorfer Gemeindejagd. In seinem Ruhestand fuhr er täglich durch die Gemarkung, um nach dem Rechten zu sehen. Auch interessierte er sich für die Belange seiner Heimatgemeinde, nahm an vielen Veranstaltungen der Vereine teil, deren Mitglied er war und suchte die Kontakte zu seinen Mitbürgern im täglichen Umgang.
Text: Irene Koller